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12. August 2016

Terrassen mit Pflanzen wohnlich gestalten – so geht‘s

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Die Terrasse ist oft der Lieblingsplatz im Garten. Egal ob Holzterrasse, Dachterrasse oder gepflastert: Sie ist Ihr Sonnendeck der Sommermonate, lauschiger Sitzplatz und ersetzt manchmal sogar das Wohnzimmer – vorausgesetzt sie ist

  • wohnlich und gemütlich
  • es ist dort weder zu heiß noch zu kalt
  • sie ist gegen neugierige Blicke abgeschirmt.

All das erreichen Sie unter anderem mit der Wahl der richtigen Pflanzen: Wie Sie sie bei der Terrassengestaltung richtig einsetzen, erfahren Sie in unserem heutigen Beitrag.

Hecken, Kletterpflanzen oder Gräser als Sichtschutz

Am Rande Ihrer Terrasse brauchen Sie einen effektiven Sichtschutz. Dieser schafft nicht nur Privatsphäre, sondern

  • macht die Terrasse auch heimelig
  • stellt einen effektiven Sonnenschutz dar
  • schützt vor Wind und Regen.

Vor allem an den Seiten ist ein solcher Schutz wichtig – nach vorne sollte Ihr Blick über den Garten schweifen können. Gut machen sich hier Spaliere oder Mauern, die Sie mit Kletterpflanzen kombinieren. Efeu, Wein oder Kletterrosen kommen in Frage – aber auch andere rankende und kletternde Pflanzen mit tollen Blüten, wie Clematis oder Blauregen. Schattenspender sind Pflanzen mit schirmförmigem Wuchs wie der Kuchenbaum. Eine einfache Lösung sind zudem senkrecht gespannte Drähte, an denen Trichterblumen oder Hopfen wachsen. Bei der Auswahl der Gewächse kommt es darauf an, welchen optischen Effekt Sie erzielen möchten: Von immergrün und winterhart bis farbenfroh blühend ist hier alles möglich.

Mit Hecken erreichen Sie hingegen eine homogene, gegebenenfalls immergrüne und elegante Umrahmung. Bedenken Sie allerdings, dass Sorten wie Kirschlorbeer sehr üppig und schnell wachsen. In einem kleinen Vorgarten, Stadt- oder Reihenhausgarten wirken wuchtige Heckenarten schnell deplatziert und stehlen viel Platz. Nicht jede Hecke macht sich also am Rande der Terrasse gut! Ein schöner Sichtschutz lässt sich alternativ auch mit hohen Gräsern wie Chinaschilf, Rutenhirse oder Goldleistengras erreichen. Doch Vorsicht: Diese Pflanzen sind oft erst im Sommer hoch genug gewachsen, um als Sichtschutz zu dienen. Akzente setzen Sie am Terrassenrand mit hohen Pflanzgefäßen aus Naturstein oder Terrakotta, die Sie mit Kübelpflanzen bepflanzen.

Kübelpflanzen für die Terrasse

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Kübelpflanzen platzieren Sie, wie es Ihnen beliebt. Wählen Sie sie je nach Ausrichtung und Lage der Terrasse aus. An der Sonnenseite gedeihen fast alle Pflanzen – für den Schatten sollten Sie auf robuste Exemplare setzen. Beliebt sind zum Beispiel kleinwüchsige Hortensien-Arten wie die Teller- und Gartenhortensie. Topf-Stauden wie Akelei, Tränendes Herz sowie Purpurglöckchen eröffnen im Frühling die Gartensaison der Blühpflanzen und sorgen durch ihre Blütenpracht für wahre Farbexplosionen.

Kombinieren Sie verschiedene Kübelgrößen für eine stimmungsvolle und lebendige Optik. Aber beachten Sie, dass Größe der Pflanzgefäße und Wuchshöhe der Pflanzen korrelieren: Hat eine Pflanze eine Höhe von 1,5 Metern, brauchen Sie schon einen Kübel von mindestens 40 Litern. Nur dann haben die Wurzeln genügend Raum, um auch im Topf Wasser und Nährstoffe optimal aufzunehmen. Und dann kommt natürlich wieder die Größe ins Spiel: Wenn Sie nur eine kleine Terrasse haben, möchten Sie diese nicht mit zig Pflanzgefäßen vollstellen.

Mediterrane Schönheiten für den Terrassengarten

Ein kleiner Oleander oder ein Zitronenbaum machen sich bei wenig Platz schon besser – südländische Stimmung ist mit diesen mediterranen Pflanzen zudem garantiert. Kleine Exoten sind subtropische Terrassenpflanzen wie Palmen, Feigen oder Erdbeerbäume. Bedenken Sie aber, dass die meisten Südländer im Winter einen frostfreien Platz brauchen. Robust sind hingegen Olivenbäumchen oder Zylinderputzer, welche einen großen Teil des Jahres im Freien verbringen können. ei entsprechenden Minustemperaturen brauchen aber auch sie einen geschützten Platz; sie vertragen nur wenige Minusgrade für einen kurzen Zeitraum. Feigen und einige Palmenarten können Sie im Weinbauklima hingegen oft auspflanzen – im Topf sind diese sogar empfindlicher.

Setzen Sie aber nicht nur auf mediterrane Gestaltung! Kombinieren Sie winterharte Pflanzen und exotische Gewächse, um Ihre Terrasse noch lebendiger zu machen. Legen Sie bei der Gestaltung der Terrassenlandschaft Wert auf die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Pflanzen im Jahresverlauf: Ein ganzjähriger Sichtschutz lässt sich aus immergrünen Elementen realisieren, Gehölze mit intensiver Herbstfärbung sorgen für Farbe nach der Saison. Mischen Sie Stilrichtungen und schaffen Sie so Stilbrüche.

Sonnenanbeter und Schattenpflanzen

Mediterrane, pflegeleichte Pflanzen, darunter auch Kräuter wie Salbei oder Thymian mögen sonnige Südterrassen sehr gerne. Auch Halbsträucher wie Rosmarin und Lavendel gedeihen hier gut und darüber hinaus Fetthenne oder klassische Balkonpflanzen wie Begonie, Geranien oder Petunien. Für die schattige Terrasse nehmen Sie Saisonblüher oder mehrjährige Pflanzen. Wer sie mag, ist hier auch mit der schattenliebenden Fuchsie gut beraten. Weitere geeignete Pflanzen sind:

  • Fleißiges Lieschen
  • Eisenhut
  • Glockenblume
  • Edellieschen
  • Kletterhortensie
  • Tränendes Herz
  • Elfenspiegel
  • Schneeflockenblume
  • Knollenbegonien
  • Funkie
  • Rodgesie
  • Astilbe
  • Vinca (großes oder kleines Immergrün)
  • Buchs
  • Hartriegel
  • Bambus